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Pressestimmen

Großmutters kurioser Besen

Lahrer Zeitung,  21.07.2018

Die Kinder sollen lernen, mit Sprache umzugehen. Foto: Stadt Foto: Lahrer Zeitung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Die Kinder sollen lernen, mit Sprache umzugehen. Foto: Stadt Foto: Lahrer Zeitung

 

Lahr (red/db). Mit seinem Figurentheater "Eidoki" gastiert André Eick in der katholischen Kindertagesstätte Sophie-Scholl in Kippenheimweiler – eine besondere sprachliche Erfahrung für die jungen Zuseher.

Im Puppenspiel "Großmutters kurioser Besen", geschrieben von Max Jacob, dem Begründer des "Hohnsteiner Kaspers", zieht die Großmutter in eine neue Wohnung. Der Inhalt ist leicht erzählt: .......................................

Auf gekonnte Weise bringt André Eick die Drei- bis Sechsjährigen zum Lachen, Staunen, Mitfiebern und Mitrufen.

 

Zu den Zielsetzungen des Programms, das vom Bundesfamilienministerium gefördert wird, gehört es, Kindern Erfahrungsräume und Bildungsgelegenheiten zu schaffen. Das soll vor allem im Alltag, aber auch in besonderen Situationen geschehen wie in Puppenspielen. Diese schaffen solch eine Atmosphäre und kein Kind, das staunt, schweigt dabei. Die Gefühle schaffen sich sprachlich Raum, die Kinder kommen ins Sprechen. Mit dem Bundesprogramm "Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist" stärkt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die alltagsintegrierte sprachliche Bildung, die inklusive Pädagogik sowie die Zusammenarbeit mit Familien in den Kitas. Der Bund stellt für das Programm im Zeitraum zwischen 2016 und 2020 Mittel bis zu einer Milliarde Euro zur Verfügung.

Ein Mann, acht Rollen

Von Sina Gesell Mi, 16. April 2014Lahr

http://www.badische-zeitung.de/lahr/ein-mann-acht-rollen--83353454.html

LEUTE IN DER STADT: André Eick ist das Eidoki-Figurentheater.

André Eick mit Kasperle und selbstgeschnitztem Drachen Foto: Heidi Fössel

LAHR. Mittlerweile sei es ihm egal, ob er für 30 Kinder oder für drei Kinder spiele, sagt André Eick. Sechs Jahre lang versuchte er sich als Freiberufler durchzuschlagen, nun ist das Figurentheater Eidoki zu seinem Hobby geworden. Zwei mal im Monat will er ein Stück zeigen, am kommenden Donnerstag mit "Die Zauberkiste" ein selbst verfasstes.

"Stillsitzen ist langweilig", sagt Kasperle und macht Schnarch-Geräusche, bis er von einem roten Drachen mit gefährlicher Stimme geweckt wird. Hinter beiden steckt André Eick, der es sich

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http://www.badische-zeitung.de/lahr/ein-mann-acht-rollen--83353454.html Seite 1 von 3

nicht nehmen lässt, während des Gesprächs mit der BZ hinter die Bühne zu verschwinden. "Wie ich auf das Puppenspielen gekommen bin? Das frage ich mich auch manchmal", sagt Kasperle oder eben André Eick, bevor dieser wieder hinter dem Vorhang auftaucht.

Dann erzählt der gebürtige Brandenburger von seinem Studentenleben in Berlin und wie er nach dem Fall der Mauer durch den Osten spazierte und ein Plakat entdeckte, auf dem ein Puppentheater für Erwachsene einen Mitspieler suchte. Eick hatte bereits Erfahrung mit Marionetten, die er selbst geschnitzt hat und auf der Straße spielte.

Doch als er sein Maschinenbau-Studium beendet hatte, wollte er zurück nach Lahr, wo er aufgewachsen ist, vor allem aber wegen seiner beiden Kinder, die er während des Studiums nur an den Wochenenden sah, von deren Mutter lebte er längst getrennt. Irgendwann stellte er dann mit Eidoki sein eigenes mobiles Puppentheater auf die Beine, tourte zwischen der Schweizer Grenze und Karlsruhe umher, schrieb eigene Stücke oder Literaturvorlagen um. "Das war eine frustrierende Zeit", erinnert sich der 54-Jährige, der jetzt wieder bei einer Lahrer Maschinenbaufirma arbeitet. "Ich bin froh, heute davon nicht mehr leben zu müssen." Sein Job ist nun sein Hobby.

André Eick sitzt auf dem Fensterbrett in seinem kleinen Theater ganz in der Nähe des Lahrer Stadtparks. Im Zuschauerraum stehen kleine Bierbänke, die Puppenbühne ist ein großer schwarzer Kasten. Wenn er mal in einem Kindergarten spielt – was er nur noch selten tut – baut er ihn ab und wieder auf. Dahinter hängen die Puppen – klassische Hohnsteiner Kasperlfiguren – in Reih und Glied. "Der Kasper, das bin eigentlich ich", sagt Eick und lacht. "Er kriegt schließlich meine Stimme." Bis zu acht Figuren kämen in den Stücken zum Einsatz.

Improvisation gehöre zum Puppenspielen dazu. Manche Kinder hätten Angst vor der Hexe, dann ersetze er die schon mal durch den Teufel. "Vor dem fürchten sich die Kinder komischerweise nicht", sagt er. Durch ein kleines Loch kann Eick in den Zuschauerraum gucken. In den Pausen spielt er, während er umbaut, auf seiner Mundharmonika. Vor Kurzem waren seine drei Enkelkinder im Theater. "Die waren hin und weg", sagt der 54-Jährige. Er selbst habe mit dem ersten Puppentheater, das er gesehen hat, als er sieben war, nichts anfangen können. Die Leidenschaft kam erst später.

Mit "Die Zauberkiste" führt Eick derzeit ein Stück auf, das er selbst geschrieben hat. Im Kopf aber habe er schon ein neues, "Kasperl in Afrika". Das müsse nur noch geschrieben werden – und vielleicht bekommt es dann seine Premiere bei der Lahrer Puppenparade im nächsten Jahr.

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© Andre Eick